Inflatable SUPs – Aufblasbare Boards, taugen die was?

Jeder, der schon einmal mit einem SUP verreist ist, weiss, wie mühsam das ist. Die ideale Option, insbesondere für Flugreisen, ist ein Inflatable. Aber auch die Stadtmenschen und VW Beetle-Besiter haben oft ein Lager-, Platz- oder Transport Problem. Wir werden oft um Rat gefragt und hier ist unsere Meinung zu fest vs. aufblasbar.

Also, vor ca. 3 Jahren waren die ISUPs in der Qualität bescheiden. Sie hatten kleine Stummelfinnen aus Gummi, fuhren nicht gut gerade aus und bogen sich bei schwerern Ridern kräftig durch. Inzwischen hat die Technlogie einen Quantensprung gemacht, die meisten neuen ISUPS haben abnehmbare Finnen im US Finbox System und spezielle Fasern und Stringer, die das Board verstärken, sie fühlen sich bombenfest an. Ich nehme für absolute Anfänger, die etwas schwerer sind, oft das Fanatic Fly Air Touring 12’x34″. Richtig aufgepumpt, ist es mein stabilstes Board, stabiler als die 11.6″ Allround Boads (fest).

 

 

Natürlich ist es langsam und behäbig. Kommen wir also zum Thema Geschwindigkeit. Natürlich ist ein aufblasbares Board immer ein wenig langsamer als ein festes, weil man durch das Aufschaukeln, insbesondere bei unruhigem Wasser und hohem Gewicht etwas Kraftverlust hat. Doch inzwischen gibt es aufblasbare Boards in dem schmalen Race-Shape (wie oben abgebildet), Mistral begann damit und andere Hersteller wie Fanatic zogen nach. Diese aufblasbaren Raceboards sind super und auf jeden Fall schneller als die runden, festen Allround Boards (und machen auch mehr Spass).

Normen Weber ist letztes Jahr bei der German SUP Trophy ausschliesslich auf einem Inflatable Raceboard der Marke Core gestartet und war sehr erfolgreich und hat die meisten Hardboards hinter sich gelassen. Aber er ist auch ein sehr starker Paddler, ein wenig langsamer sind ISUPs schon. Wenn ich aber nur mit meinem Partner paddle und keine Rennen, ist es egal, dann ist es wichtiger dass die 2 Leute, die zusammen paddeln Boards der gleichen Klasse haben.

Weitere Kriterien sind Handhabung, Preis und Dauerhaftigkeit. Ich würde sagen das aufpumpen dauert ungefähr genau so lange wie das vom Dach laden eines festen Boards (sofern man das ISUP Board einfach in den Kofferraum wirft). Versucht man es jedes mal wieder in die Tasche reinzupacken, dauert das alleine so lange wie das Auf- und Abladen eines festen Boards. Preislich liegen gute aufblasbare Raceboards über Allround SUPs (fest) aber unter Carbon Race Boards. Was die Haltbarkeit angeht, können noch keine Langfristaussagen gemacht werden (dazu sind die Boards zu neu) aber meine Prognose ist, dass die Lebensdauer eines festen Boards deutlich länger ist, insbesondere bei Hitze, Salzwasser, Kälte. Die Temperaturschwankungen und das Salzwasser setzem dem PVC und Kleber schon zu. Mir sind auch schon Boards in der prallen Sonne geplatzt. Manche lassen sich reparieren, andere verlieren danach komplett die Form (sehen aus wie ein Luftballon). Ein festes Board, was bei “Dings “sofort repariert (also bevor Kern Wasser saugt)) wird, kann durchaus 10 oder mehr Jahre halten, bei ISUPs habe ich da meine Zweifel. Auch die Pumpen, die den Boards beigelegt werden, sind oft von schlechter Qualität. So mancher verschleisst mit einem Brett mehrere Pumpen. Von Mistral gibt es eine, die an die Autobatterie angeschlossen wird (den letzen Rest muss man aber per Hand pumpen) und die High Pressure Pump von Fanatic ist wirklich gut!

Vorteile feste SUP Boards

  • günsiger in der Herstellung (Anschaffung)
  • stabiler bei Turns und Kabbelwasser
  • besser für schwerere Rider (>90kg)
  • kein Aufpumpen
  • schneller (bei gleichem Shape)
  • bei den meisten Rennen gibt es keine eigenen ISUP Boardklasse
  • längere Lebensdauer
  • für die Lagerung draussen (sonne, Winter) besser geeignet

Vorteile ISUPS (aufblasbare SUPs)

  • teurer in der Anschaffung
  • passen in kleine Autos
  • geringere Verletzungsgefahr (z.B. am Meer oder für Kinder)
  • Transport ohne Auto (z.B. Bergseen, öffentliche Verkehrsmittel, Flieger)
  • einfach zu lagern
  • geeignet (je nach Shape) auch für Wildwasser

Wenn sich ein Neulig, der gutes Balance-Gefühl hat und sportlich ist nach der ersten Stunde ein Board kaufen will, und fragt ob fest oder aufblasbar, sage ich immer: “Ich würde mir lieber ein aufblasbares Raceboard als ein festes Allround-SUP kaufen (ausser ich will auch surfen). Wenn ich mir ein echtes Raceboard aus Carbon leisten könnte und es transportieren könnte würde ich das aber vorziehen!”

Wie funktioniert das mit dem aufblasen der ISUPs?

Das ist sehr schön in dieser Broschüre hier von Fanatic beschrieben:

isup-aufpumpen-anleitung

ISUP aufpumpen Anleitung

ISUP Marktübersicht

Einen Überblick über alle in Deutschland erhältlichen Boards findet ihr hier

 

 

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